Seit Monaten wütet in den USA die Einwanderungsbehörde ICE mit ihren Tausenden maskierten, nicht zu identifizierbaren und grauenhaft ausgebildeten „Agenten“ durch US-Metropolen und verbreitet Angst und Schrecken. Das ist wohl auch eines ihrer Ziele. Aber dabei bleibt es nicht.
In Minneapolis ist der Widerstand groß, aber größtenteils friedlich. Das würde die „ICE Barbie“, wie Kristi Noem sie sehr zutreffend gerne genannt wird, ein wenig anders ausdrücken. Der Trump-Regierung nach seien derer Meinung nach „linksextreme Terroristen“ am Werk, um es der Behörde zu erschweren, höchstkriminelle und straftätige Immigranten abzuschieben, um die Straßen der Vereinigten Staaten wieder sicher zu machen.
Zahlen, bitte!
Die Zahl derer, die tatsächlich in diese Kategorie fallen, scheint sich Kristi Noem jeden Morgen beim Zähneputzen neu auszudenken (heute sind es 70%), während ihre eigene Behörde andere Zahlen nennt (47%). Diese Zahlen in Einklang zu bringen, fällt der Ministerin für Heimatschutz allerdings nicht ganz leicht:
Aber das muss sie ja auch gar nicht. Dafür gibt es Karoline Leavitt, die Regierungssprecherin, die nach jedem Skandal – und davon gibt es ja reichlich – die Fakten zurechtrücken und unangenehme Fragen von Journalisten mit Beleidigungen abwenden muss.
Auto als Waffe
So wie im Fall der von Renee Good, die – selbstverständlich auch Terroristin – den sich zu Tode fürchtenden ICE-Agent Jonathan Ross quasi dazu gezwungen hat, der Frau in den Kopf zu schießen, als diese ihr zur Seite gelenktes, 5 km/h fahrendes Auto als Waffe gegen den ahnungslosen Ross zu benutzen, der sich vor das Auto gestellt hat.
Darauf angesprochen, schoss Leavitts Hassskala bis ins Unermessliche:
Und wer es sich erdreistet, in einem Foxkostüm vor dem ICE-Hauptquartier in Minneapolis zu stehen, der wird zügig beseitigt, sozusagen auf dem kleinen Dienstweg:
Tod oder lebendig
Und wenn bei so viel, natürlich völlig unzutreffender Dauerkritik hin und wieder mal „echte“ US-Amerikaner zerquetscht werden, von denen man am Ende nicht weiß, ob ihnen das Knie der ICE-Soldaten auf dem Hals, das nicht erst seit George Floyd verboten ist, nicht doch ein wenig mehr Schaden angerichtet hat als für die Ermittlung des Aufenthaltsstatus nötig war, dann hat man das gefälligst zu akzeptieren:
Morgen beginnt für die 12.0001 ICE-Agenten ein neuer Tag. Wie viele Straftäter ICE dann festgenommen hat, erfährt das Land nach dem Zähneputzen.
Nachtrag: US-Deputy Attorney General Todd Blanche hat angekündigt, dass es keine Untersuchung im Fall Renee Good geben werde, jene US-amerikanische Terroristin, die, wie bereits erwähnt, einen ICE-Agenten so sehr in akute Lebensgefahr gebracht hatte, dass nur ein gezielter Kopfschuss die ansonsten tödlich verlaufende Gefahrensituation retten konnte.
Welcome back to duty, Jonathan Ross!
Quellen
- DHS-Pressemitteilung; 3.1.2026 ↩︎

